Geschichtsunterricht kann spannend, lebendig und kompetenzorientiert sein – das zeigt die Entwicklung eines besonderen Lernspiels für Schulen: Textura. Was als freies, offenes Spielkonzept begann, ist nun mit LINK-15: Geschichte als professionell gestaltetes Unterrichtsmaterial im Friedrich Verlag erhältlich. Dieser Beitrag erzählt die Geschichte dieser Entwicklung und zeigt, warum die neue Ausgabe gerade für den Unterricht einen echten Gewinn darstellt.
1. Die Idee: Geschichte spielerisch erzählen
Das Spiel Textura – Geschichte(n) erzählen entstand aus dem Wunsch Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, historische Zusammenhänge narrativ zu erschließen. Textura war von Anfang an ein modulares Kartenspiel, das mit Inhaltskarten (historische Ereignisse, Begriffe, Personen) und Verknüpfungskarten (z. B. für kausale oder zeitliche Beziehungen) arbeitet. Die Lernenden setzen diese Karten so zusammen, dass sie Erzählstränge bilden – und lernen dabei, Geschichte als vernetztes Gefüge zu denken und zu erzählen.
Textura wurde auf der zugehörigen Website geteilt. Hier findet ihr weiterhin das Spielmaterial sowie die Handreichung der „Special Edition zur deutsch-polnischen Geschichte“ zum kostenlosen Download.
2. Warum Textura als Lernspiel so gut funktionierte
In der Unterrichtspraxis überzeugt Textura vor allem durch seine Flexibilität und Vielseitigkeit: Es lässt sich in verschiedenen Unterrichtsphasen einsetzen – als Einstieg, zur Wiederholung, als Festigung oder zur Lernstandsdiagnose. Schülerinnen und Schüler werden angeregt, Geschichtsnarrative selbst zu konstruieren und dabei Ursachen, Wirkungen und Zusammenhänge zu benennen. Neben inhaltlicher Kompetenz fördert das Spiel auch kommunikative und reflexive Fähigkeiten, weil Erzählungen und Verbindungen sprachlich begründet werden müssen. Kurz gesagt: Textura machte Geschichte anfassbar, sichtbar und vernetzbar.
3. Der nächste Schritt: LINK-15: Geschichte
Nach mehreren Jahren Unterrichtserfahrungen, Rückmeldungen aus der Praxis und didaktischen Überlegungen ist nun aus Textura die überarbeitete, professionell herausgegebene Version „LINK-15: Geschichte ab Klasse 5“ bei Klett Kallmeyer im Friedrich Verlag entstanden.

Dieses Format greift die bewährten Ideen von Textura auf – historische Inhalte vernetzen, visuell erschließen und narrativ verbinden – und bringt sie in ein inhaltlich strukturiertes, lehrplangerechtes Unterrichtsmaterial:
- Thematische Breite: Das erste Heft von Link-15 deckt mit seinen Karten alle zentralen Themen vom Beginn der Menschheitsgeschichte bis zum Ende des Mittelalters ab.
- Didaktischer Einsatz: Das Material eignet sich nicht nur für spielerisches Lernen, sondern auch für gezielte Konzeptbildung, Visualisierung und Festigung von Inhalten – z. B. im Einstieg, als Wiederholung oder zur Leistungsüberprüfung.
- Gamification trifft Methodik: Durch die Kombination aus Kartenmaterial und Vernetzungsaufgaben wird die beliebte Concept-Map-Methode in ein Unterrichtsspiel übersetzt, das Lernprozesse sichtbar macht und gleichzeitig motivierend wirkt.
Das Ergebnis ist kein „Spiel im klassischen Sinne“, sondern vielmehr ein didaktisch fundierter Lernbaustein, der an die Bedürfnisse des modernen Geschichtsunterrichts angepasst ist.
4. Warum LINK-15 eine gelungene Weiterentwicklung ist
Für Lehrkräfte bietet die neue Ausgabe von Textura als Link-15 mehrere Vorteile:
- Curriculare Orientierung: Während die ursprüngliche Textura-Version stark offen und flexibel war, bietet LINK-15 eine klare inhaltliche Struktur entlang der wichtigsten Epochen – ideal für den systematischen Unterricht.
- Praxisnahe Einsetzbarkeit: Durch die durchdachte Materialsammlung können Lehrende das Heft direkt im Unterricht einsetzen, ohne umfangreiche Vorbereitung – sei es zur Wiederholung, zur Visualisierung von Zusammenhängen oder zur Kompetenzüberprüfung.
- Lehrerfreundlich: Die didaktische Aufbereitung im Verlag sorgt dafür, dass das Material pädagogisch abgestützt, lesbar und sofort nutzbar ist – ein großer Gewinn im Schulalltag.
- Schüler:innenfreundlich: durch bewusste Reduzierung und kleine systematische Hilfestellungen erlaubt LINK-15 einen schnellen und niedrigschwelligen Einstieg ab der 5. Klasse
5. Fazit
Was vor Jahren mit einer offenen Idee begann – Geschichte nicht nur zu lehren, sondern sie von Lernenden aktiv erzählen zu lassen – hat sich mit Link-15: Geschichte zu einem durchdachten, schulbuchkompatiblen und motivierenden Unterrichtswerk entwickelt. Es verbindet das Beste aus spielerischem Lernen mit den Anforderungen eines kompetenzorientierten Geschichtsunterrichts und bietet Lehrkräften ein Werkzeug, das sowohl Inhalte als auch methodische Kompetenzentwicklung handlungsorientiert fördert.
Für alle, die Geschichte gemeinsam erzählen und dadurch besser verstehen wollen, ist Link-15 genau das Richtige!
… und jetzt zur Verlosung:
Wir verlosen 2 x 1 Exemplar von Link-15: Geschichte ab Klasse 5.
- Teilnahme über einen Kommentar unter diesem Blogbeitrag.
- Der Kommentar muss spätestens am Dienstag, 17.02.2026 eingereicht sein.
- Aus allen Kommentaren werden zwei Gewinner*innen zufällig ausgelost.
Für euren Kommentar könnt ihr auf eine der beiden Fragen antworten:
- Wie setzt ihr spielerische Methoden im Geschichtsunterricht ein?
oder
- Gab es in eurem Unterricht in letzter Zeit einen Moment, in dem es in Geschichte bei den Lernenden plötzlich „klick“ gemacht hat? Erzählt uns davon.
Wir freuen uns auf die Eindrücke aus eurem Unterricht! 😊
Lieber Daniel,
von der tollen Erfahrung mit Textura (der Special Edition) hatte ich dir ja bereits erzählt. Das Spielprinzip ist einfach wie genial und lässt sich in verschiedenen Formen und Dimensionen gut in den Unterricht integrieren.
Vor einiger Zeit hatte ich Luanti/Blockalot zum Römischen Reich eingesetzt. Es galt, Gebäude des Forum Romanum nachzubauen. Neben den gewonnen Einsichten zur Architektur und der Geschichte der Gebäude hat mich vor allem die Konstruktionserfahrung (bewusste Doppeldeutigkeit!) begeistert. Mit 4.-6.Klässlern über den Konstruktcharakter von Geschichte zu sprechen und die Vor- und Nachteile verschiedener Darstellungsformen zu diskutieren, war toll!